Die wichtigsten Prioritäten der Digital Marketers für 2016

DIGITAL MARKETING Über 7’000 Marketing-Experten äusserten sich in einer Studie von Adobe zu ihren Prioritäten im Digital Marketing. Das Kundenerlebnis gibt dabei den Ton an.

Im diesjährigen Bericht zu digitalen Trends – einem Teil des vierteljährlichen Digital Intelligence Briefing, das Econsultancy in Zusammenarbeit mit Adobe veröffentlicht – steht das Kundenerlebnis im Mittelpunkt. Die 7.000 Marketing-Experten, die an der Umfrage teilnahmen, nannten als Bereich mit dem größten Potenzial am häufigsten die drei Punkte «Optimieren des Kundenerlebnisses», «Erstellen überzeugender Inhalte für digitale Erlebnisse» und «Datengesteuertes Marketing mit dem Fokus auf Einzelpersonen».

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Unternehmen investieren also in Erlebnisse, aber es steckt noch mehr dahinter. Dieser Kundenerlebnis-Aspekt durchdringt alle anderen Tätigkeitsbereiche der Unternehmen.

Nehmen wir zum Beispiel den Bereich Daten. Auf ihn sollte sich jede Kundeninteraktion stützen, von der Werbung bis zum Kundendienst. Aus strategischer Sicht sollten Entscheidungen zum datengesteuerten Marketing außerdem im Hinblick auf das Kundenerlebnis getroffen werden. Die diesjährige Umfrage zeigt, dass die Marketer sowohl die Chancen als auch die Hindernisse kennen, die dieses Ziel mit sich bringt.

Bei der Frage nach den strategischen Prioritäten für 2016 nannten mehr Unternehmen (53 %) datengesteuertes Marketing an erster Stelle. Das ist zwar eine breite Mehrheit, bei genauerer Einordnung dieser Angabe in den größeren Kontext der gesamten Umfrage wird jedoch deutlich, dass Marketer datengesteuertes Marketing wegen des Kundenerlebnisses priorisieren, nicht an dessen Stelle.

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Ohne einen kompetenten Umgang mit Daten können sie die gewünschten Erlebnisse schlicht nicht bieten.

Doch es gibt auch Hindernisse: Im Bericht werden die Herausforderungen beschrieben, denen Unternehmen begegnen, wenn sie aus zunächst unbearbeiteten Daten nützliche Erkenntnisse gewinnen wollen. Die Hindernisse finden sich häufig rund um die Beteiligten und die Prozesse. Wie bereits 2015 sind nur 37 % damit zufrieden, wie sie Analysten gewinnen und halten können, die ihre Daten interpretieren. Im Bereich der Technologie konnten jedoch Verbesserungen festgestellt werden: 41 % der Befragten gaben an, dass ihnen eine gute Infrastruktur zur Datenerfassung zur Verfügung steht. Das ist ein Anstieg von 10 % im Vergleich zu 2015.

Auf der anderen Seite der Daten stehen die Inhalte. Diese sind ein entscheidender Bestandteil des Kundenerlebnisses, was sich auch in den diesjährigen Umfrageergebnissen widerspiegelt. Wie bereits erwähnt, betrachten Marketer Content-Erstellung als einen der Bereiche mit dem größten Potenzial. Das wird sich sowohl 2016 als auch im Laufe der nächsten fünf Jahre bestätigen. Gleichzeitig stehen Personalisierung und Content-Optimierung ganz oben auf der Liste der Top-Prioritäten der Befragten.

Erlebnisse funktionieren natürlich nur, wenn Unternehmen diese Inhalte effizient und effektiv erstellen und bereitstellen können. Doch die Inhalte sind heute deutlich umfangreicher und komplexer als in der Vergangenheit, sodass die Beteiligten, die Teams und die Unternehmen besser zusammenarbeiten müssen.

Dem stimmen auch die Befragten eindeutig zu: 94 % sind der Meinung, dass eine Verbesserung der Prozesse hinter der Erstellung und Bereitstellung von Inhalten eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung eines optimalen Kundenerlebnisses spielen wird. Des Weiteren sehen 91 % einen ebenso wichtigen Aspekt in der Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Kreativ- und Marketing-Teams.

 

 

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