Neun Trends im Online-Marketing für 2016

ONLINE-MARKETING Auf welche Entwicklungen müssen Unternehmen im Online-Markting besonders achten? Harald Grabner von Webdirekt nennt neun Prognosen für das Jahr 2016.

 

 

Woman with binoculars looking shockedWas bringt das Jahr 2016 im Online-Marketing?

Prognose 1: Alte Bekannte erstrahlen in neuem Glanz

2016 werden alte digitale Bekannte in neuem Glanz erstrahlen. Newsletter und E-Mail-Marketing werden ihre Renaissance erleben. Newsletter-Tools bringen neue Funktionalitäten und damit nicht gekannte Möglichkeiten im Business Intelligence und Predictive Marketing. Gleiches gilt für Suchmaschinenoptimierung: wer noch nicht verstanden hat, wie wichtig technisches SEO ist, wird 2016 endgültig den Anschluss verlieren.

Prognose 2: Automation, automation, automation

Immer mehr digitale Marketing-Prozesse stehen steigendem Kostendruck gegenüber. Wer löst dieses Dilemma? Die Automation! Wer das Thema Automation zur Chefsache macht, wird alle Trümpfe in der Hand halten. Unternehmen, die im nächsten Jahr diesen strategischen Vorteil zu nutzen wissen, werden sich einen signifikanten Vorsprung vor den Konkurrenten erobern.

Prognose 3: Technik wird zum Primus

Die IT-Abteilungen werden in das Marketing-Rampenlicht treten. Datensicherheit und technische Prozesse werden immer wichtiger und damit auch ihre Wichtigkeit in der Unternehmensstruktur. Viele Unternehmen nutzen noch veraltete und fragmentierte technische Lösungen und werden das ändern. Die Technik wird zukünftig die Grundlage für eine erfolgreiche und omnipräsente Datenverfügbarkeit und korrekter Datenanalysen sein.

Prognose 4: Search Experience Optimization

Suchmaschinenoptimierung (SEO) wird sich 2016 neu erfinden. Der Begriff „Search Experience Optimization“ wird zutreffender sein als der Begriff „Search Engine Optimization“. Die Kennzahlen im SEO werden sich zunehmend ändern. Domainpopularität, Ranking und Sichtbarkeit waren lange Zeit die beherrschenden SEO-KPI. 2016 sind es die Kennzahlen Click-Through-Rate, Bounce Rate, Conversion Rate und Time on Site.

Prognose 5: Linkbuilding und die Suche nach Lösungen

2016 wird man erkennen, dass es ohne Links nicht geht. Allerdings wird es nicht mehr „Linkbuilding“ heissen, sondern vielleicht „Linkearning“ oder auch „Content Marketing“. Wer Linkbuilding noch immer durch Miete oder Kauf betreibt, wird mit Sicherheit in den Google Resultaten nach hinten durchgereicht.

Prognose 6: Die neue Suche

Die Internet-Suche über mobile Endgeräte und damit die „W-Fragen“ über Voice Search nehmen weiter stark zu. Entsprechende Strategien müssen schnell gefunden und implementiert werden. Teil dieser Entwicklung ist, dass auch die Nutzung von Apps stärker zunehmen wird. Google scheint das ähnlich zu sehen und versucht sich durch App Indexing zu einem Vermittler zwischen Anbieter und Nutzer zu machen. Es gibt aber nicht nur Google. Andere Rankingsysteme wie etwa Amazon und Tripadvisor funktionieren anders, bieten aber zum Teil deutlich höheres Potenzial. 2016 wird sich SEO auch mit diesen Systemen beschäftigen (müssen).

Prognose 7: Social Media

Social Media wird komplexer und professioneller. Es reicht nicht mehr, mit einem Social Media-Kanal alle Zielgruppen und Ziele erreichen zu wollen. Integrierte Konzepte müssen eine Vielzahl von existierenden und neu aufpoppenden neuen Plattformen beobachten und gegebenenfalls integrieren. Ohne professionelle Betreuung werden Unternehmen nicht bestehen.

Prognose 8: Engagement ist das neue Gold

Engagement wird zum neuen Gold des Online-Marketings. Wie und wie intensiv sich die Zielgruppe mit meinen Inhalten auseinandersetzt, wird über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Die richtige Zielgruppe mit dem richtigen Inhalt zum richtigen Zeitpunkt auf im richtigen Kanal abzuholen wird das alles beherrschende Ziel. Wer es erreicht, hat die besten Chancen.

Prognose 9: E-Commerce wird mobil

E-Commerce wird 2016 zunehmend mobil. Mobile Apps sind längst nicht mehr nur mehr die kleine Ausgabe einer Website, eines Shops sondern eine eigene Entität, die auf das mobile Nutzungsverhalten der User abgestimmt sind. Wer diese Aufgabe löst, wird signifikante Umsatzzuwächse durch Mobile Commerce erzielen.

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  1. Florian

    Interessante Punkte! Zu Punkt 4: Ich glaube hier muss man sogar noch einen Schritt weiter gehen. Die Frage wird doch sein, ob ich überhaupt für Google optimieren soll oder auf alternative Suchmaschinen wechsel?
    Wenn ich Produkte verkaufe, muss ich heute auf Amazon, da hier die Suche nach Produkten bereits 4 x so hoch sind wie bei Google – Tendenz stark steigend.
    Infos dazu übrigens hier: http://www.shopdoc.de/amazon-seo-ranking-optimierung/
    Wenn ich Ferienwohnungen vermiete, bringt mir eine gute Platzierung bei Google eher weniger, da kommen doch die ganzen Spezial-Suchmaschinen in Frage, die mir eine regelmäßige Zimmerbelegung garantieren.
    Genau das Gleiche mit einem Pizza-Lieferanten: Auf Platz 1 bei Google mit “Pizza Stadt” bringt sicherlich lange nicht das Gleiche, wie bei Lieferando & Co. ganz vorne zu stehen und der Aufwand für die Optimierung und vor allem die Dauer bis die gewünschten Ergebnisse bei Google eintreffen, sind oft Monate wenn nicht Jahre – je nachdem welches Keyword optimiert wird.

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  2. Pingback: Medienmonitor.ch: 8 Prognose-Links - bernetblog.ch

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